So war die Sommeruniversität Saint Malo 2016

Vom 25. bis zum 28. August 2016 konnten Interessierte im französischen Saint Malo in der Bretagne am Programm der „Université d’été“ von Young Caritas France teilnehmen. In Workshops, Diskussionen und Ausflügen ging es in diesem Jahr während der vier Tage um das Thema „Flucht und Asyl in Europa und weltweit“.

 

Zum internationalen Jugendtreffen in Saint Malo kamen über 500 Teilnehmende aus mehr als 30 verschiedenen Ländern. Organisiert wurde das Event, das unter dem Motto „Migrants, and if it was us?“stand, von Young Caritas France, einem Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Ehrenamtlichen der französischen Caritas (Secours Catholique – Caritas France, SCCF).

Unter den Teilnehmenden waren Ehrenamtliche, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas und auch Geflüchtete aus verschiedenen Ländern. Für jedes Land des Netzwerkes „YoungCaritas in Europe“ gab es zehn Plätze.

In der Delegation der youngcaritas Deutschland waren Anna aus Nürnberg, Sonja und Steve aus Krefeld, Aaron und Isabella aus Oberberg und Katharina aus Würzburg.

Programm

Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt sorgten mit ihren Instrumenten für eine ausgelassene Stimmung. youngcaritas

Die Teilnehmenden wurden am Donnerstag ab 14 Uhr in Saint Malo herzlich empfangen und über das anstehende Programm informiert. Beim Infoparcours gab es ausreichend Gelegenheit, um die anderen Teams kennenzulernen. Nach der offiziellen Begrüßung um 17 Uhr und Eröffnungszeremonie um 18 Uhr der Sommeruniversität blieb genügend Zeit, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Am Freitag- und Samstagvormittag war Raum für die Sessions und Vorträge: Inhaltlich befassten sich die Workshops unter anderem mit der Entstehung und dem Konzept von youngcaritas.

Diskussionrunde bei einem workshop. youngcaritas

Dabei wurden den Teilnehmenden der Sommeruniversität „best practice“-Beispiele von youngcaritas-Standorten in Europa (wie Deutschland, Österreich, Schweiz oder Luxemburg) gezeigt, wie sich Jugend- und Flüchtlingsarbeit einfach und effektiv verbinden lassen.

Nachmittags hatten die Teilnehmenden dann die Gelegenheit, sich an einem offenen Forum zur Frage „Welchen Platz gibt es für Jugendliche im Bereich der Solidarität?“ zu beteiligen und einzubringen.

Animiert von den Ideen der Teilnehmenden selbst, die zu Beginn der Sommeruniversität dazu aufgerufen worden waren, konnte jeder eigene Gedanken, Fragen und Impulse zum Thema an einer öffentlichen Pinnwand festhalten. Es gab unter anderem Diskussionsrunden zu Themen wie „Jugendlichen Vertrauen und Verantwortung geben“, „Solidarität durch Sport“, „Musik und Tanz zur interkulturellen Annäherung“, „Entwicklung eines youngcaritas-Netzwerks für die Länder des Südens“, „Gegenseitige Hilfe in Haiti“ etc.

Zusätzlich gab es während der ganzen Veranstaltung ein Bonusprogramm mit Musik, die  Ausstellung Migr’europ, dem Zelt des Teilens und dem Zelt des Schweigens.

Ausflüge

Marsch zum Berg Saint Michel. youngcaritas

Neben den Workshops und den diskussionsintensiven Sessions lud die französische Atlantikküste zu gemeinsamen religiösen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten ein. Ein Highlight war der Solidaritätsmarsch durch die Baie du Mont Saint Michel am Freitagabend, bei dem die Teilnehmenden in der Normandie in Kleingruppen eine vierstündige, geführte Tour zum Mont St. Michel machten.

Den Weg rahmten verschiedene Stationen, bei denen die Teilnehmenden mithilfe von kurzen Texten und Fragen die Erfahrungen von Flüchtlingen auf ihrer Reise nach Europa nachvollziehen und reflektieren konnten. Dort angekommen gab es ein gemeinsames Picknick mit Musik, Fürbitten und einen Bericht eines Flüchtlings aus Calais.

 

 

Sonnenuntergang am Berg Saint Michel. youngcaritas

Am Sonntag endete die Sommeruniversität mit einer Abschlusszeremonie, in der noch einmal die zentralen Themen der vergangenen Tage zusammengefasst wurden.

Am Ende des youngcaritas-Treffens steht fest: Es war ein buntes und vielfältiges Treffen mit der Gelegenheit neue Leute kennen zu lernen, Wissen zu sammeln, sich gemeinsam über soziales Engagement auszutauschen und zu feiern!

 

 

 

 

Danke für die Infos und Fotos an Anna, Sonja und ein großes Dankeschön an Katharina für den Bericht und die französische Übersetzung.

Weitere Infos zum Programm findest Du unter dem Hashtag #ueStMalo2016 auf Facebook, bei dem die Beiträge von Teilnehmenden zu finden sind.

 

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