Sommeruniversität in Frankreich 2018

Ohne genau zu wissen was mich bei meinem Aufenthalt in Saint-Malo erwartete, begann ich dieses Abenteuer, weil ich dachte es wäre eine gute Gelegenheit meine Französischkenntnisse aufzufrischen und mehr zum Thema Umwelt zu lernen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass diese Reise mehr als nur ein Sprachkurs wurde. Stattdessen kam ich mit wertvollen Lebenslektionen, unvergesslichen Erinnerungen und einem herz-erwärmenden Lächeln nach Hause.

Egal wie stark erste Eindrücke sein können, sobald ich meine lieben österreichischen Kolleg(inn)en kennengelernt hatte, wusste ich schon, dass der Abschied mir umso schwerer fallen würde. Katharina, Joey, Marie, Gregor und ich waren alle sehr aufgeregt unseren ersten Halt zu erreichen, die Stadt der Liebe : Paris!. Dort trafen wir die Teilnehmer(inne)n aus ganz Europa und haben uns durch Spiele besser kennengelernt, aber vor allem wurden wir darüber informiert was uns auf der Sommeruniversität in Saint-Malo erwartet. Obwohl wir nur ein paar Stunden in Paris hatten, haben wir das Beste daraus gemacht und uns die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt angeschaut, wie den Eiffelturm oder den Arc de Triomphe und ein paar von uns haben eine Bootstour durch Paris gemacht.

youngcaritas in Europe Grupppe an der Sommeruniversität in Saint Malo
YoungCaritas in Europe Grupppe an der Sommeruniversität in Saint Malo

Am nächsten Morgen sind wir früh aufgewacht und machten uns bereit für eine 6-stündige Busfahrt nach Saint-Malo. Die ganze Müdigkeit von der Busfahrt verschwand, als wir von lächelnden und tanzenden Menschen begrüßt wurden. Die fröhliche Musik und die gute Laune der Menschen gaben uns die richtige Stimmung für die nächsten Tage. Über 600 Leute mit verschiedenen Hintergründe, wurden in „Dörfern“ untergebracht, damit die Organisatoren es leichter hatten den Durchblick zu behalten. In diesen Dörfern zu sein, half uns auch, einen sicheren Platz zu finden, da das Gelände groß war und man sich leicht verloren und überwältigt fühlen konnte. Nach einer kurzen Einführung von den  „Bürgermeistern“ der Dörfer, konnten wir uns einen Workshop für die kommende Tage aussuchen.

Thema der Sommeruniversität 2018 : I have a (green) dream
Thema der Sommeruniversität 2018 : I have a (green) dream

Das Hauptthema der Sommeruniversität 2018 war die Umwelt, die Workshops reichten von Themen wie Upcycling, Ökosysteme, zu Stoffe und vielem mehr. Die Workshops wurden in einen praktischen und einen theoretischen Teil unterteilt. Im praktischen Teil konnten wir unsere eigenen Kenntnisse nutzen um etwas Neues zu kreieren. Zwischen den Workshops wurden viele andere Aktivitäten angeboten wie zum Beispiel islamische oder katholische Gebete, Yoga und eine Modenschau mit nachhaltiger Kleidung, aber auch ein Ausflug ans Meer. Um das Thema der Umwelt zu ergänzen waren wir auch gefragt das Essen zusammen vorzubereiten. Es war ein unvergesslicher Moment, zu sehen wie wir alle zusammenarbeiten, um ein köstliches Essen zu erschaffen. Die Erkenntnis, dass dies nur durch unsere Zusammenarbeit möglich war, machte die Sache noch besonderer. Was wir dann „Salat-Party“ nannten,  war ein perfekter Abschluss dieser bedeutenden und lehrreichen Reise. Wir haben nicht nur von den Workshops interessante Lektionen gelernt sondern wir lernten auch voneinander. Jede/r einzelne Teilnehmer(in) ist jetzt bereit die Botschaft zu verbreiten, wie wichtig es ist, nachhaltiger und ökologischer zu leben um unsere Ressourcen zu schonen. Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte ein Teil der Sommeruniversität 2018 zu sein und großartige neue Menschen kennenzulernen, ohne die diese Reise nur halb so denkwürdig gewesen wäre. Oh, und ja, ich habe tatsächlich Fortschritte in Französisch gemacht – Au revoir!

~ Chrislane Barros Bomfim Da Silva

youngCaritas Österreich