{"id":5211,"date":"2018-09-21T09:27:04","date_gmt":"2018-09-21T07:27:04","guid":{"rendered":"https:\/\/youngcaritas.eu\/i-have-a-green-dream-eindrucke-von-der-sommeruniversitat\/"},"modified":"2018-09-21T09:27:04","modified_gmt":"2018-09-21T07:27:04","slug":"i-have-a-green-dream-eindrucke-von-der-sommeruniversitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/youngcaritas.eu\/de\/i-have-a-green-dream-eindrucke-von-der-sommeruniversitat\/","title":{"rendered":"\u201eI have a green dream\u201c &#8211; Eindr\u00fccke von der Sommeruniversit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Trommeln. Klatschen. Laute Musik. Tanzende Menschen. Lachende Gesichter. Das alles waren die ersten Eindr\u00fccke, die auf uns einprasselten, als wir auf dem Zeltplatz in Saint Malo aus dem Bus stiegen. Schon auf dem Parkplatz standen Menschen, die uns tanzend begr\u00fc\u00dften, und sie s\u00e4umten singend den Weg bis ins gro\u00dfe Zirkuszelt, in dem die Anmeldung stattfand. Nach dieser herzlichen und lebendigen Begr\u00fc\u00dfung sah man alle Neuank\u00f6mmlinge fr\u00f6hlich den Weg zu ihren Zelten suchen.<\/p>\n<p>Das Gel\u00e4nde, auf dem die Sommeruniversit\u00e4t stattfand, war eine gro\u00dfe Wiese ausgestattet mit einem gro\u00dfen Hauptzelt, einigen Sanit\u00e4ranlagen, besagtem Zirkuszelt und vier Zeltd\u00f6rfern. Diese Zeltd\u00f6rfer waren benannt nach den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft und bestanden aus jeweils etwa 40 Zwei-Personen-Zelten und einem Gemeinschaftspavillon. Meine aus ganz Deutschland stammende<\/p>\n<figure id=\"attachment_2987\" aria-describedby=\"caption-attachment-2987\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltlagerStMalo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2987 size-medium\" src=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltlagerStMalo-225x300.jpg\" alt=\"Zeltlager der Sommeruniversit\u00e4t in Saint Malo\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltlagerStMalo-225x300.jpg 225w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltlagerStMalo-768x1024.jpg 768w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltlagerStMalo.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2987\" class=\"wp-caption-text\">Zeltlager der Sommeruniversit\u00e4t in Saint Malo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gruppe und ich wurden der \u201eLuft\u201c zugeordnet, bezogen unsere Zelte und machten uns mit unseren Nachbarn bekannt. Dass dies eine offene Veranstaltung werden w\u00fcrde, sagte uns gleich der erste Eindruck, denn alle Menschen auf dem Zeltplatz waren sehr hilfsbereit und herzlich. Man ging aufeinander zu \u2013 auch wenn man nicht immer die gleiche Sprache sprach. Ich h\u00f6rte Leute sich verst\u00e4ndigen auf Englisch, Spanisch, Arabisch, Deutsch, Albanisch und diversen anderen Sprachen. Doch auch in diesem Sprachengewirr konnte man sich mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen immer verst\u00e4ndlich machen. Die Hauptsprache der Veranstaltung war Franz\u00f6sisch, doch es wurde stets darauf geachtet, dass alles Gesagte auch auf Englisch \u00fcbersetzt wurde. Durch diese Vielfalt an Sprachen sp\u00fcrte man besonders die bunte, internationale Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Am ersten Abend gab es eine Begr\u00fc\u00dfungsveranstaltung im gro\u00dfen Hauptzelt, bei der das Programm der kommenden Tage vorgestellt wurde. Als wir beim Zelt ankamen, h\u00f6rten wir schon von au\u00dfen laute Trommelmusik. Vor der B\u00fchne stand eine bunt gekleidete Gruppe von Musikern mit ihren ebenfalls bunten Trommeln und machte ordentlich Stimmung. Sie waren umringt von einer gro\u00dfen Traube von Leuten, die zu den Rhythmen tanzten und sangen. Dabei konnte keiner die F\u00fc\u00dfe stillhalten!<br \/>\nNach dem Auftritt begann die eigentliche Begr\u00fc\u00dfungsveranstaltung. Uns wurde erz\u00e4hlt, dass wir an einem von vielen verschiedenen Workshops teilnehmen w\u00fcrden, die sich alle in irgendeiner Form um das Thema Umwelt und Klimawandel drehen w\u00fcrden, ganz im Sinne des Veranstaltungstitels \u201eI have a green dream\u201c. Es gab Themen wie \u201eKleidung\u201c, \u201eWasser\u201c, \u201eM\u00fcll\u201c, \u201eWald\u201c oder auch \u201eFahrradfahren\u201c, doch ich entschied mich f\u00fcr den Workshop zum Thema \u201eZeit\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2993\" aria-describedby=\"caption-attachment-2993\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180822-Gespr\u00e4chsrundeSU.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2993 size-large\" src=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180822-Gespr\u00e4chsrundeSU-1024x768.jpg\" alt=\"Gespr\u00e4chsrunde unter jungen Leuten\" width=\"840\" height=\"630\" srcset=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180822-Gespr\u00e4chsrundeSU-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180822-Gespr\u00e4chsrundeSU-300x225.jpg 300w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180822-Gespr\u00e4chsrundeSU-768x576.jpg 768w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180822-Gespr\u00e4chsrundeSU.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2993\" class=\"wp-caption-text\">Gespr\u00e4chsrunde unter jungen Leuten<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gleich am n\u00e4chsten Morgen ging es los. Zur Einf\u00fchrung sahen wir uns den Film eines franz\u00f6sischen Journalisten an. Darin ging es um die Beschleunigung des Lebens in modernen Gesellschaften und das st\u00e4ndige Gef\u00fchl gehetzt zu sein und keine Zeit zu haben. Es ging um den Druck, immer mehr Dinge in immer k\u00fcrzerer Zeit erledigen zu m\u00fcssen. Im Anschluss an den Film fanden wir uns in Kleingruppen zusammen und diskutierten \u00fcber Zitate aus dem Film. Woher kommt das Gef\u00fchl, dass \u201ealles immer schneller l\u00e4uft\u201c? Kann man sich diesem Ph\u00e4nomen entziehen? Wie gehen wir mit der Ressource \u201eZeit\u201c im Alltag um? Lassen sich Bez\u00fcge zum Thema Klimawandel herstellen?<br \/>\n\u00dcber all diese Fragen brachen lebhafte Diskussionen aus. Es war sehr interessant sich einmal voll auf das Thema Zeit zu konzentrieren, \u00fcber das man sich im Alltag doch eher selten Gedanken macht. Auch sich mit anderen Menschen dar\u00fcber auszutauschen, wie sie die Zeit erleben, hat mir sehr gefallen. Einige Teilnehmer erz\u00e4hlten, wie sie ihr Leben bereits ver\u00e4ndert haben, um ihre Zeit auf der Erde bewusster wahrzunehmen. Alles in allem hatte ich nach dem ersten Tag das Gef\u00fchl, dass dies ein Thema ist, dass die meisten Menschen tief bewegt. Unsere Gruppe entdeckte au\u00dferdem einen engen Zusammenhang mit dem Thema \u201eKlima\u201c. Da \u201eZeit\u201c viel mit Achtsamkeit und ma\u00dfvollem Leben zu tun habe, sei der Umgang mit ihr ein Schl\u00fcsselelement jeder nachhaltigen Gesellschaft.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2978\" aria-describedby=\"caption-attachment-2978\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180826_Boje14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2978 size-medium\" src=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/20180826_Boje14-300x225.jpg\" alt=\"Erste Eindr\u00fccke am Strand von Saint Malo\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2978\" class=\"wp-caption-text\">Erste Eindr\u00fccke am Strand von Saint Malo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach diesem sehr inspirierenden Workshop trafen wir uns alle in unserem Dorfzelt zum Mittagessen wieder.\u00a0Jeder hatte aus den verschiedenen Workshops spannende Geschichten zu erz\u00e4hlen: Einige hatten Neues \u00fcber M\u00fcllvermeidung erfahren, andere hatten gelernt wie man ein Fahrrad repariert und wieder andere hatten im Wald meditiert und die Natur erfahren. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verf\u00fcgung und nutzten ihn f\u00fcr einen Ausflug zum Strand, der nur 20 Minuten Fu\u00dfweg vom Zeltplatz entfernt lag. Diese Idee hatten viele Teilnehmer der Sommeruniversit\u00e4t und so traf man sich, spielte zusammen Volleyball und Fu\u00dfball oder schwamm durch die Wellen.<\/p>\n<p>Der zweite Teil unseres Workshops fand am n\u00e4chsten Tag statt. Diesmal erhielten wir eine Einf\u00fchrung in Meditationstechniken, die einem dabei helfen k\u00f6nnen, die eigene Zeit bewusster wahrzunehmen und sich Ruhepausen im Alltag zu g\u00f6nnen. Im Anschluss berichtete uns ein Referent aus Ecuador \u00fcber ein aus S\u00fcdamerika stammendes Naturkonzept namens \u201eBuen Vivir\u201c (\u00fcbersetzt: \u201edas gute Leben\u201c). Dabei handelt es sich um eine bestimmte Art die Welt zu sehen. Die Idee des \u201eBuen Vivir\u201c geht davon aus, dass in der Natur alles zusammenh\u00e4ngt \u2013 Menschen, Lebewesen, Umwelt \u2013 und sich das Leben in Zyklen vollzieht, ein Werden und Vergehen ist. Damit steht dieses Konzept im Gegensatz zur Denkweise in vielen modernen Gesellschaften, dass grenzenloses Wachstum (zum Beispiel in der Wirtschaft) m\u00f6glich sei. Das \u201eBuen Vivir\u201c bietet all jenen ein alternatives Denkkonzept an, die sich fragen, ob grenzenloses Wachstum f\u00fcr unser Leben wirklich notwendig und w\u00fcnschenswert ist.<\/p>\n<p>Nach diesen drei inspirierenden Tagen gab es am letzten Abend ein gro\u00dfes gemeinsames Essen, bei dem alle Teilnehmer zusammenkamen. Mittlerweile hatten sich viele Bekanntschaften ergeben und so<\/p>\n<figure id=\"attachment_2985\" aria-describedby=\"caption-attachment-2985\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltamAbendrot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2985\" src=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltamAbendrot-300x225.jpg\" alt=\"Sonnenaufgang \u00fcber den Zelten der &quot;summer university&quot; in Saint Malo \" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltamAbendrot-300x225.jpg 300w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltamAbendrot-768x576.jpg 768w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltamAbendrot-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG-20180826-ZeltamAbendrot.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2985\" class=\"wp-caption-text\">Sonnenaufgang \u00fcber den Zelten der Sommeruniversit\u00e4t in Saint Malo &#8211; nach der Party<\/figcaption><\/figure>\n<p>schallte an diesem Abend vom Zeltplatz ein vielsprachiges Stimmenpotpourri in die Stra\u00dfen, dazu Gel\u00e4chter, Geschirrgeklapper und schlie\u00dflich Musik, als die Disko begann. Nun konnte nach Herzenslust getanzt und gefeiert werden. Um zw\u00f6lf mussten wir leider Schluss machen, um den Nonnen im Kloster nebenan ihren Schlaf zu g\u00f6nnen. Aber nat\u00fcrlich ging die Party in den einzelnen Zeltd\u00f6rfern noch bis tief in die Nacht weiter mit Spielen, Gespr\u00e4chen und Gitarrenmusik.<\/p>\n<p>Alles in allem war der Aufenthalt in Saint Malo sehr inspirierend f\u00fcr mich. Es war sch\u00f6n, mit so vielen Menschen zusammenzukommen, die ebenso \u00fcber die Umwelt und den Planeten denken, wie man selber, auf Probleme in der jetzigen Lebensweise aufmerksam machen wollen und Ideen haben f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft. Ich konnte viele sch\u00f6ne Bekanntschaften schlie\u00dfen und neue Erfahrungen machen. Deshalb m\u00f6chte ich danke sagen, an all die ehren- und hauptamtlichen Helfer f\u00fcr dieses interessante, spannende und lustige Wochenende bei der Sommeruniversit\u00e4t, 2018, in Saint Malo.<\/p>\n<p>\u00c0 la prochaine !<\/p>\n<p>Eure Annelie<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trommeln. Klatschen. Laute Musik. Tanzende Menschen. Lachende Gesichter. 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