{"id":5286,"date":"2019-02-20T10:00:42","date_gmt":"2019-02-20T09:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/youngcaritas.eu\/das-leben-in-bolzano-und-eine-wanderung-mit-fluchtlingen\/"},"modified":"2019-02-20T10:00:42","modified_gmt":"2019-02-20T09:00:42","slug":"das-leben-in-bolzano-und-eine-wanderung-mit-fluchtlingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/youngcaritas.eu\/de\/das-leben-in-bolzano-und-eine-wanderung-mit-fluchtlingen\/","title":{"rendered":"Das Leben in Bolzano und eine Wanderung mit Fl\u00fcchtlingen"},"content":{"rendered":"<p>Bozen ist ein verdammt guter Ort.<\/p>\n<p>Umgeben von Bergen, nicht einmal eine Stunde von den Dolomiten entfernt. Direkt greifbar sind wundersch\u00f6ne Seen, niedliche kleine D\u00f6rfer, gro\u00dfe W\u00e4lder oder unendliche Weinberge. Allein innerhalb der Stadt Bozen selbst gibt es drei Seilbahnen. Mehr als 6 Millionen Touristen kommen jedes Jahr in die Region S\u00fcdtirol.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch ein sehr sensibles Thema in Bozen, in Italien, in Europa oder gar in der ganzen Welt. Es ist die Thematik der Fl\u00fcchtlinge. Millionen von Menschen verlassen ihr Land wegen verschiedener Probleme &#8211; Krieg, wirtschaftliche Probleme, gef\u00e4hrliche Beziehungen&#8230;..all das k\u00f6nnen Ursachen sein, aus der Heimat zu fliehen. In Bozen gibt es, wie in jeder anderen italienischen Stadt, viele Asylbewerber. Sie leben in verschiedenen Unterk\u00fcnften in der Umgebung und versuchen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, einen Job zu finden, ihre Dokumente zu beschaffen und ein gl\u00fcckliches Leben zu f\u00fchren. Ich arbeite in einem dieser H\u00e4user, in einem der gr\u00f6\u00dften in Bozen um genau zu sein, mit 105 G\u00e4sten. Die meisten unserer G\u00e4ste sind ziemlich jung, in ihren Zwanzigern oder Drei\u00dfigern. Sie sind wie wir. Sie gehen zur Schule, machen Praktika, arbeiten, verlieben sich, kochen, verbringen ihre Zeit am Telefon&#8230;. Die M\u00e4dchen machen sich gerne die Haare sch\u00f6n und die Jungs h\u00f6ren gerne laute Musik.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3847\" aria-describedby=\"caption-attachment-3847\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3847 size-full\" src=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gruppenbild.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gruppenbild.jpg 650w, https:\/\/youngcaritas.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gruppenbild-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3847\" class=\"wp-caption-text\">Fl\u00fcchtlinge und Freiwillige beim Wandern<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit ich in Haus Aaron bin, treffe ich t\u00e4glich Fl\u00fcchtlinge. Einige von ihnen sind schon mehrere Jahre hier, andere erst wenige Monate. Ihre Sprachkenntnisse h\u00e4ngen stark von ihrer Muttersprache und ihrer aktuellen Motivation ab. Man sieht beide Seiten: Einen franz\u00f6sischen Muttersprachler, der trotz der verwandten Sprache nur ein einfaches Italienisch spricht oder einen Hindi, der bereits ein sehr gutes Italienisch spricht, so k\u00f6nnen Extreme in beide Richtungen gehen. Mein pers\u00f6nliches Ziel bei der Arbeit in diesem Haus war es, das Leben der Fl\u00fcchtlinge angenehmer zu gestalten. Ich habe versucht, sie f\u00fcr gute Leistungen in der Schule zu loben, ich ermutigte sie, wenn es im Job gut lief und ich habe meine Tipps und Tricks f\u00fcr einen Besuch in der Umgebung von Bozen weitergegeben. Da viele Menschen daran interessiert waren, die Region besser kennenzulernen, habe ich mich entschlossen, eine Wanderung in den Bergen zu organisieren. Zuerst nahmen wir einen Zug nach Vilpian und folgten dem Weg zur M\u00f6lten-Seilbahn. Von der Bergstation der Seilbahn aus gingen wir 12 Kilometer \u00fcber den Sagenweg bis Sankt Jenesien. Unterwegs haben wir uns (\u00fcberraschenderweise) nicht verlaufen und probierten auch einige der hier hier wachsenden Walln\u00fcsse. Auf dem Sagenweg haben wir einige &#8220;Hexen&#8221; getroffen, Puppen, die in den B\u00e4umen h\u00e4ngen und wie Hexen aussehen. Ich muss zugeben, ich war froh, dass wir diese Stra\u00dfe tags\u00fcber gegangen sind! Kurz vor Ende haben wir im Gasthaus Edelweiss Rast eingelegt, um nach 3 Stunden Bewegung eine wohlverdiente Tasse Kaffee zu genie\u00dfen. Nach dem Kaffee sind wir noch eine halbe Stunde hinunter ins Dorf gegangen, wo eine andere Seilbahn auf uns wartete. Ich habe diesen Tag genossen, sowie ich auch die Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen das ganze Jahr \u00fcber genossen habe.<\/p>\n<p>~ Ivana<\/p>\n<p>&#8230; Ivana hat ihr einj\u00e4hriges EVS (European Volunteer Service) bei der youngCaritas S\u00fcdtirol beendet, sie war 3 Tage die Woche im Haus Aaron, einem Fl\u00fcchtlingshaus und 2 Tage im B\u00fcro bei der youngCaritas. Sie kommt aus der Slowakei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bozen ist ein verdammt guter Ort. Umgeben von Bergen, nicht einmal eine Stunde von den Dolomiten entfernt. 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